Aktuelles
Dokumentationsfilm mit Hubert Burczek
geschrieben am: 08.10.2008
KULMBACH - In der Sendung Focus-TV Reportage zeigt SAT 1 am 6. Oktober um 23.25 Uhr "Budapest - die Lücke im Eisernen Vorhang" einen Dokumentationsfilm der Kulmbacher Produktionsfirma KAMA Media (Regie: Axel Klawuhn, Sprecher: Hubert Burczek):

Juni 1989. Zum ersten Mal seit knapp 30 Jahren öffnet sich eine Lücke im berüchtigten "Eisernen Vorhang". Die Außenminister von Ungarn und Österreich durchschneiden gemeinsam symbolisch einen Grenzzaun zwischen ihren Ländern. Für viele Bürger Ostdeutschlands, die hier lange auf die Ausreise gehofft hatten, ist der ersehnte Weg in den Westen endlich frei. Der Anfang vom Ende der DDR - für einen Mann eine ganz persönliche Genugtuung und Bestätigung: Dr. Axel Hartmann, Anfang der 80er Jahre Leiter der Konsularabteilung der bundesdeutschen Botschaft in Ungarn und als heimlicher Helfer für rund 1000 ausreisewillige DDR-Bürger. Mit teils unkonventionellen Methoden nahm sich der Diplomat den Flüchtlingen an, die in immer größerer Zahl im Botschaftsgebäude Asyl suchten - und geriet so schon bald selbst ins Visier der Stasi: In Ostberlin, wo Hartmanns Engagement nicht verborgen geblieben war, reagierte man verärgert. Bis Hartmann Budapest 1985 verlässt, stellt er weiter westdeutsche Pässe aus, verhandelt über den "Freikauf" von Ausreisewilligen, versorgt Flüchtlinge gezielt mit Informationen über die Grenzanlagen zwischen Ungarn und Österreich. Nach Stationen bei der Nato und im Kanzleramt wirkt der Diplomat heute als Leiter des deutschen Generalkonsulats in Mailand. Die Dokumentation erzählt eine bislang weniger bekannte Geschichte über das Asyl in westdeutschen Botschaften, persönliches Engagement und das Ende der DDR. Zu Wort kommen neben Menschen, denen Dr. Hartmann zur Ausreise verholfen hat, auch dessen Gegenspieler auf Seiten der DDR sowie der damalige westdeutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher.


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